Zum Jahresende hin erschüttert ein bahnbrechendes Ereignis die Projektorbranche. Am 19. Dezember 2024 gab Epson eine Einigung mit der chinesischen Smart-Projektor-Marke JmGo im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit um Helligkeitsstandards bekannt.

Hintergrund des Rechtsstreits

Bereits zuvor hatte Epson weltweit Klagen gegen mehrere chinesische Projektorhersteller wegen Helligkeitsstandards eingereicht, darunter auch gegen JmGo. Der Rechtsstreit konzentrierte sich auf angebliche irreführende Werbepraktiken bei Modellen wie dem JmGo N1 Ultra, JmGo N1 Pro und JmGo U2. Gemäß den von Epson veröffentlichten Vergleichsbedingungen erklärte sich JmGo bereit, seine weltweiten Helligkeitsangaben zu überarbeiten. Im Einzelnen:

  • Die Weißhelligkeit des JmGo N1 Ultra wird von 4.000 Lumen auf 1.900 Lumen (eine Verringerung um über 50 %) gesenkt.
  • Die JmGo N1 Pro sinkt von 3.200 Lumen auf 1.300 Lumen (eine Reduzierung um fast 60 %).
  • Die JmGo U2 wird von 2.400 Lumen auf 1.400 Lumen (eine Reduzierung um über 30 %) angepasst.

Diese Überarbeitungen zielen darauf ab, die tatsächliche Helligkeitsleistung der Projektoren genauer wiederzugeben.

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Helligkeitsstandards und ihre Auswirkungen

JmGo, eine bekannte chinesische Projektormarke, war lange Zeit einflussreich auf dem Markt. Die Zugeständnisse in diesem Rechtsstreit haben jedoch eine breite Diskussion in der Branche ausgelöst.

Die ISO-Helligkeitsstandard, established in August 2005 by the International Organization for Standardization, plays a significant role in the projector industry. Following the growth of Japanese projector brands globally, especially in China, Japan formed a projector manufacturers’ association in 2006, agreeing to adopt the ISO standard for brightness measurement.

Allerdings entspricht der ISO-Standard, der die Weißhelligkeit priorisiert, bei Smart-Home-Projektoren wie denen von JmGo nicht vollständig den modernen Verbraucherbedürfnissen. Diese Geräte legen oft Wert auf ein Gleichgewicht zwischen Helligkeit und Farbgenauigkeit, um lebendige und realistische Bilder zu erzielen. Daher kann es zu vereinfachend sein, die Qualität von Heimprojektoren allein anhand der ISO-Helligkeit zu bewerten.

Herausforderungen von Branchenstandards

Helligkeit war schon immer ein entscheidender Faktor für Verbraucher beim Kauf von Projektoren. Einige Hersteller blähen jedoch Helligkeitswerte auf, indem sie Testlücken ausnutzen. Übliche Taktiken sind:

  • Einbußen bei der Farbgenauigkeit zugunsten höherer Helligkeit: Zum Beispiel führt die Hinzufügung von Rot zu Grün-Displays oder Grün zu Rot-Displays zu starken Farbverzerrungen, aber höheren Helligkeitswerten.
  • Verwendung von RGBY- oder RGBW-Konfigurationen: Diese Ansätze steigern die Weißhelligkeit, indem sie den Anteil von grünem oder gelbem Licht erhöhen, was zu überhöhten Helligkeitswerten mit begrenztem praktischen Nutzen führt.

In diesem Zusammenhang könnte JmGos Einhaltung des ISO-Standards von Epson als strategisches Zugeständnis erscheinen, das den zunehmenden Druck auf chinesische Projektormarken in globalen Märkten widerspiegelt. Dieser Schritt unterstreicht die Notwendigkeit für chinesische Marken, international zu expandieren, selbst wenn dies die Anpassung an Standards erfordert, die nicht perfekt zu ihren Produkteigenschaften passen.

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Breitere Auswirkungen auf die Branche

Der Vergleich bietet wertvolle Lehren für die gesamte Projektorbranche:

  1. Navigation durch Auslandsmärkte: Unternehmen, die ins Ausland gehen, stoßen auf patent-, standard- und compliance-bezogene Herausforderungen, die sich von denen im Inlandsmarkt unterscheiden. Eine angemessene Selbstregulierung und Risikomanagement sind für nachhaltiges Wachstum unerlässlich.
  2. Abwägung zwischen Inlands- und Auslandsstrategien: Westliche Länder kritisieren häufig chinesische Produkte, weshalb es für chinesische Unternehmen entscheidend ist, Resilienz und eine Dual-Market-Strategie aufzubauen.

Da der Wettbewerb zunimmt, müssen Marken Produktqualität und technologische Innovation priorisieren, um den sich wandelnden Verbraucheranforderungen gerecht zu werden. Gleichzeitig spielen die Etablierung, Verfeinerung und Modernisierung von Branchenstandards – wie Chinas CVIA-Lumen—sind unerlässlich, um die Marktordnung zu wahren und Verbraucherrechte zu schützen. CVIA-Lumen, entwickelt von der China Video Industry Association, integrieren die Farbgenauigkeit in die Helligkeitsmessung und werden zunehmend von führenden Herstellern übernommen.

Fazit

Der Vergleich zwischen JmGo und Epson ist mehr als nur die Beilegung eines Unternehmensstreits. Er wirft ein Schlaglicht auf die Ungereimtheiten bei Helligkeitsstandards, die sich wandelnden Anforderungen moderner Projektorprodukte und die Herausforderungen des globalen Marktwettbewerbs. Aus diesem Fall kann die Branche lernen, um auf eine bessere Standardisierung, Innovation und Zusammenarbeit hinzuarbeiten, die nachhaltiges Wachstum und Kundenzufriedenheit ermöglichen.