Chinas Projektorhersteller lieferten sich 2024 ein Wettrennen in die RGB-Laser-Ära, und der Hisense C2 Ultra und JMGO N1S Ultra 4K zählen zu den stärksten Ergebnissen für internationale Käufer. Beide sind kardanisch montierte Lifestyle-Projektoren mit Triple-Laser-Lichtquellen und 4K-DLP-Chips. Hisense wird mit rund 3.000 € und der JMGO aktuell für deutlich unter 1.500 € angeboten, also stellt sich die Frage, was diese Preisdifferenz tatsächlich bringt.

Kurz-Spezifikationsvergleich

Hisense C2 Ultra JMGO N1S Ultra 4K
Helligkeit 3.000 ANSI-Lumen 2.800 ISO-Lumen
Lichtquelle TriChroma-RGB-Laser, 25.000 h MALC™ Drei-Farben-Laser, 30.000 h
Kontrast 2.000.000:1 dynamisch 1,600:1
Optik 0,9–1,5:1 optischer Zoom 1,2:1 fest
HDR Dolby Vision, HDR10+, HLG HDR10, 110 % BT.2020
Betriebssystem VIDAA Smart OS Google TV mit lizenziertem Netflix
Audio 2 × 10 W JBL 20 W, Dolby Digital Plus + DTS-HD
Gimbal Integrierte Neigungsmechanik 360° horizontal / 135° vertikal
Gewicht 6,3 kg 4,5 kg
Preis ~3.000 € (Straßenpreis ~2.350 €) ~1.499 € Straßenpreis

Womit Hisense seine Premium-Position verdient

Drei Bereiche. Erstens die Optik: Der C2 Ultra verfügt über einen echten optischen Zoom (0,9–1,5:1), sodass Sie eine 100-Zoll-Leinwand aus verschiedenen Abstandsbereichen ohne digitalen Crop füllen können – das feste 1,2:1-Objektiv des JMGO erlaubt genau eine Entfernung pro Leinwandgröße. Zweitens HDR: Sowohl Dolby Vision als auch HDR10+ sind an Bord, beim N1S Ultra hingegen nur einfaches HDR10. Drittens der Kontrast: Die dynamische Laser-Dimmung von Hisense erzeugt in dunklen Räumen sichtbar tiefere Schwarztöne, als es die bescheidene Kontrastwert von 1.600:1 der JMGO-Panelangabe vermuten lässt.

Wogegen JMGO zurückschlägt

Die Antwort des N1S Ultra lautet Praktikabilität. Er ist 1,8 kg leichter, sein Gimbal dreht sich volle 360° horizontal und 135° vertikal – inklusive Deckenprojektion – und sein Google-TV-Betriebssystem wird mit lizenziertem Netflix ausgeliefert, was nach wie vor die häufigste Beschwerde über VIDAA beim Hisense ist: Die App-Situation des C2 Ultra ist nutzbar, aber merklich dünner, und viele Käufer hängen letztlich einen Streaming-Stick hinten dran. Die 20-W-Audioausgabe von JMGO mit DTS-HD-Unterstützung spielt zudem lauter und voller als die beiden 10-W-JBL-Treiber des C2 Ultra, was sich im Freien als nützlich erweist.

Und dann ist da der Preis. Im aktuellen Straßenpreis kostet der Hisense etwa 800–1.000 US-Dollar mehr. Das ist fast der Preis für eine ordentliche 100-Zoll-ALR-Leinwand.

Fazit

Die C2 Ultra der bessere Projektor N1S Ultra für die meisten die bessere Kaufentscheidung: Wenn Sie auf einen ernsthaften Dunkelraum-Aufbau setzen und die Lücke bei Streaming-Apps nicht stört, rechtfertigen die Optik und HDR-Unterstützung des Hisense den Aufpreis. Wenn Sie 90 % der Bildqualität zum halben Straßenpreis wollen, Netflix out of the Box und einen Kardiengriff, der in jede Richtung zeigt, ist der JMGO die naheliegende Wahl.

Vollständige technische Daten im Vergleich: Hisense C2 Ultra vs JMGO N1S Ultra 4K.