Zwei Projektoren, dieselbe Helligkeitsangabe auf der Verpackung und 100 Dollar Unterschied zwischen ihnen. Der Dangbei MP1 Max und der XGIMI Horizon S Max beide geben 3.100 ISO-Lumen an, beide kombinieren eine Laserlichtquelle mit LED und beide laufen mit Google TV. Auf dem Papier wirken sie austauschbar. Verbringt man jedoch etwas Zeit mit den Datenblättern, entpuppen sie sich als zwei recht unterschiedliche Geräte.
Kurz-Spezifikationsvergleich
| Dangbei MP1 Max | XGIMI Horizon S Max | |
|---|---|---|
| Helligkeit | 3.100 ISO-Lumen | 3.100 ISO-Lumen |
| Lichtquelle | Triple-Laser- + LED-Hybrid | Dual Light 2.0 (Dreifarb-Laser + LED) |
| Auflösung | 4K UHD (Pixel-Shift, 0,47″ DLP) | 4K UHD (Pixel-Shift, 0,47″ DLP) |
| HDR | HDR10+, HLG, 110 % BT.2020 | Dolby Vision, HDR10, IMAX Enhanced |
| Maximale Bildgröße | 300 Zoll | 200 Zoll |
| Audio | 2 × 12 W, Dolby Audio + DTS:X | 2 × 12 W Harman Kardon |
| Lebensdauer der Lichtquelle | 30.000 Stunden | 20.000 Stunden |
| Geräusch | 24 dB | 28 dB |
| Gewicht | 5,6 kg | 4,8 kg |
| UVP | $1,999 | $1,899 |
Bild: BT.2020-Abdeckung vs. Dolby Vision
Der MP1 Max setzt auf pure Farbintensität. Dangbei gibt eine BT.2020-Abdeckung von 110 % durch sein Triple-Laser-Array an – das ist etwa so breit, wie es bei Consumer-Projektoren derzeit geht. Rot- und Grüntöne, die bei Lampen- oder Einzellaser-Modellen etwas ausgewaschen wirken, kommen hier deutlich kräftiger rüber, und HDR10+ verarbeitet dynamische Metadaten bei unterstützten Inhalten.
XGIMI spielt eine andere Karte aus: Formatunterstützung. Der Horizon S Max ist einer der wenigen Lifestyle-Projektoren in dieser Preisklasse mit Dolby Vision und IMAX Enhanced Zertifizierung. Wenn Ihre Mediathek auf Netflix und Disney+ basiert, wo Dolby-Vision-Master allgegenwärtig sind, leistet diese Zertifizierung echte Arbeit – die Tonzuordnung erfolgt automatisch, Szene für Szene, ohne manuelle HDR-Feintuning.
Unser Fazit: Für Nutzer, die hauptsächlich streamen, ist die Dolby-Vision-Unterstützung des Horizon S Max im Alltag der nützlichere Vorteil. Wer auf einer großen weißen Wand Wert auf Farbsättigung legt, hat mit dem breiteren Farbraum des MP1 Max die Nase vorn.
Aufstellung und Bildschirmgröße
Beide Projektoren stehen auf integrierten Gimbal-Ständern und führen den vollautomatischen Setup durch – Keystone, Fokus und Hindernisvermeidung. Der praktische Unterschied liegt in der Bildgröße: Dangbei gibt für den MP1 Max bis zu 300 Zoll an, XGIMI stoppt beim Horizon S Max bei 200 Zoll. Die meisten Wohnzimmer werden ohnehin kaum über 150 Zoll hinausgehen, aber wer an eine Garagenwand oder eine Leinwand im Garten projiziert, profitiert von der zusätzlichen Spielraum. Der MP1 Max ist zudem auf dem Papier leiser – 24 dB gegenüber 28 dB – was in einem stillen Raum bei dunklen Szenen hörbar ist.
Praxiseindruck
Beide laufen mit Google TV inklusive lizenziertem Netflix, sodass der Alltagsgebrauch nahezu identisch ist – gleicher Launcher, gleiche Apps, gleiche Sprachfernbedienung. Der Horizon S Max ist fast ein Kilo leichter und etwas kompakter, leichter zu verstauen oder zwischen Räumen zu transportieren. Die Lichtquellen-Lebensdauer des MP1 Max von 30.000 Stunden übertrifft die 20.000 Stunden des XGIMI, doch bei vier Stunden Nutzung pro Tag bedeuten beide Werte mehr als ein Jahrzehnt Einsatz.
Fazit
Kein Ausreißer. Kaufen Sie den Horizon S Max wenn Dolby-Vision-Inhalte im Mittelpunkt Ihres Seherlebnisses stehen und Sie den etwas niedrigeren Preis und das geringere Gewicht schätzen. Kaufen Sie den MP1 Max wenn Sie den breitesten Farbraum seiner Klasse, einen leisen Betrieb und Raum für Leinwände über 200 Zoll wünschen. Beide sind starke Kandidaten in der Hybrid-Laser-Welle 2025–2026; die Entscheidung hängt mehr von Ihrer Inhaltebibliothek ab als von der Hardwarequalität.
Das vollständige technische Datenblatt im direkten Vergleich finden Sie auf unserer Vergleichsseite Dangbei MP1 Max vs. XGIMI Horizon S Max.